Ergotherapeuten gehören der Gruppe der Medizinfachberufe an, ähnlich wie Krankengymnasten oder Logopäden. Ergotherapie (Beschäftigungs- und Arbeitstherapie) hat zum Ziel, nicht vorhandene oder verlorengegangene körperliche, psychische oder kognitive Funktionen wiederherzustellen oder zu fördern, so daß die Betroffenen die größtmögliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit in ihrem Alltags- oder Berufsleben erreichen können.
Ergotherapeuten arbeiten aus diesem Grunde nach einem handlungs- und alltagsorientierten Konzept. Handeln ist Mittelpunkt der Therapie - größere Handlungsfähigkeit das Ziel.
Ergotherapeuten beziehen handwerkliche und gestalterische Prozesse, sowie lebenspraktische Aktivitäten gezielt als therapeutische Maßnahmen ein.
Ergotherapeuten betrachten also nicht nur die Symptome des Patienten, sie sehen vielmehr den ganzen Menschen als Teil seines sozialen Umfeldes. Zum fachspezifischen und medizinischen Wissen in der Ausbildung gehören daher auch sozialwissenschaftliche Grundlagen.
Ergotherapie wird vom Haus- oder Facharzt verordnet und gilt als Heilmittel gemäß § 124 Abs. 1 SGB V. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.